| Updating WP it seems I killed the Stylesheets. Trying to fix things now,sorry for that! Es ist wieder so weit. Zehn Jahre sind seit unserem legendären Mont Blanc Projekt vergangen und jetzt versuchen wir es noch einmal. Die Besteiger von damals haben mittlerweile drei Nachkommen produziert,weshalb ein Totalverlust der Seilschaft diesmal nicht ganz so gravierend ausfallen würde >>wir können es also per Definition nur noch auf 25% Gesamtverlust schaffen. Der Plan ist diesmal vielleicht etwas besser als 1999. Zumindest kann man sich das Ganze jetzt im Internet anschauen –Google Maps –und was viel wichtiger ist:Wir haben diesmal jemanden dabei,der die Tour und Bergsteigen im allgemeinen schon einmal gemacht hat. Die Besetzung hat sich allerdings leicht geändert:Statt Peter kommt diesmal Markus mit,aber wir sind da zuverlässig dass es kein zweites Grand Paradiso Debakel wird. Wir erinnern uns:Damals haben Stefan und ich auf die harte Tour gelernt,dass man sich seine Seilschaft sorgfältig auswählen sollte. Freunde sind nicht unbedingt auch gute Seilschaftpartner. Heute werden wir noch ein bisschen in Guzbach rumlungern,den Rewe in Niedernhausen überfallen,schlafen und schließlich um o:oo Uhr ausgeruht (!) gen Süden fahren. teamguzbach:4 Leitpfosten:noch alle da Gut so –weitermachen. 
Vor dem “Was ist das?”stellt sich die Frage “Wozu brauch ich das?”. Die Antwort ist einfach. Nie. Zumindest nicht wenn man wie 100% der Leute,die das hier lesen,in zivilisierten Gegenden leben. Mit zivilisiert sind dabei ausreichende Kommunikationsmittel z.B. ein vorhandenes Mobilfunknetz gemeint. Falls das allerdings nicht vorhanden ist,wird die Sache interessant. Szenario 1 Du läufst morgens zur Arbeit stolperst und brichst Dir den Fuß. Naja,blöd aber kein Beinbruch …oder irgendwie doch. Zumindest wird sich schon jemand finden,der einen Krankenwagen rufen kann und im Zweifelsfall bist Du das selber. Die Rettungskette nimmt dann ihren Lauf und so nach einigen Minuten –vielleicht auch einer Stunde –bist Du im Normalfall versorgt. Szenario 2 Du fällst morgens aus Deinem Zelt stolperst und brichst Dir den Fuß. Hier mag das harmlos sein,hier wird es dann schon spannender (nein –kein Mobilfunknetz an dieser Stelle und das nächste Telefon ist 3h entfernt) aber hier bist Du sicher gekniffen. Der Teil mit dem Notruf in der Rettungskette wird nämlich ungemein schwerer. Es weiss also niemand dass ich ein Problem habe und wo ich das habe. An der Stelle hab ich schon den Punkt gehört “Ich fahr’ja nie alleine weg.”Schön. Alleine verreisen ist nicht meine vorgezogene Art der Freizeitbeschäftigung,doch in den seltensten Fällen hat meine Reisebegleitung einen Krankenwagen samt Notarzt im Ärmel. Natürlich kann die Begleitung Hilfe holen,doch das setzt vorraus dass man Dich alleine lassen kann und Du auch die Zeit hast so lange zu warten. Das Thema ist natürlich nicht neu und gerade in der Luft- und Seefahrt ordentlich bedient. Dort gibt es vorgeschriebene Frequenzen,Prozeduren und Geräte. Letztere sind allerdings meistens sehr unhandlich und zudem sehr teuer. Welche Möglichkeiten hab ich denn,um abseits von etablierten Funknetzen einen Notruf abzusetzen? - Das gute alte Funkgerät
In der Schweiz gibt REGA-Funknetz mit einer sehr guten Abdeckung. Das hilft natürlich nur in der Schweiz und auch nur wenn man weiss wie man funken muss. - Ein Satellitentelefon
Die Dinger sind erstaunlicherweise günstiger als man meint. Bereits ab 700 EUR ist ein neues Gerät erstanden und eine monatliche Flatrate gibt’s ab 34,99 EUR. Interessante Anbieter gibt es in diesem Bereich nur drei:Iridium,Thurya und Globalstar. Die anderen Anbieter sind aufgrund Abdeckung und/oder nicht vorhandener Handgeräte nur für Spezialanwendungen interessant. - Ein SPOT
Seit ca. zwei Jahren gibt es eine kleine Kiste,die nicht nur ein Notrufsignal absetzen kann,sondern auch OK-Nachrichten und eine Krümmelspur. Technisch funktioniert das Ganze so,dass ein eingebautes GPS die Position bestimmt und dann über den Simplex-Datendienst von Globalstar an den Server broadcastet (ja genau –der Anbieter von den Satellitentelefonen) . Dummerweise ist die Antenne vom Spot 1 auf die Kommunikation mit Globalstar optimiert und wird aber auch vom GPS genutzt. Das Ding hat also Schwierigkeiten mit der Positionsbestimmung. Wenn das dann klappt,gibt’s ein zweites Hindernis:Die Kommunikation mit dem Satelliten ist Oneway. Das bedeutet dass das Gerät einen Burst sendet aber man nie weiss ob der überhaupt angekommen ist. Gerade wenn man das Onlinetracking für die Daheimgebliebenen angeschaltet hat,kann das doch zur Beunruhigung führen,obwohl man nur unter einen dicken alten Eiche ein Nickerchen macht. Im 911 Modus wird natürlich gesendet bis dieser entweder ausgeschaltet wird oder aber die Batterien alle sind.Ein paar Kinderkrankheiten hat der Hersteller angeblich ausgemerzt und bringt so in diesem Herbst die zweite Version des Geräts auf den Markt. Die soll in der Bedienung und den Sende-/Empfangsleistung etwas besser sein,was aber nichts an der grundsätzlichen Technik ändert.
Spot 2 Satellite Messenger 200 EUR Anschaffung und ca. 140 EUR jährliche Kosten sind zwar eine Stange Geld,dafür bekommt man aber auch ein sehr lustiges Spielzeug,was offensichtlich nicht jeder hat ) - Emergency Position Indicating Radio Beacon (EPIRB)
Und nun zum Profibereich. Selbstverständlich hat sich die internationale Staatengemeinschaft ein weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem zugelegt. Das ist,wie der Name schon sagt (Global Maritime Distress and Safety System) eigentlich für den See- und Luftverkehr gedacht. Doch auch wenn es die Deutschen Behörden nicht wahr haben wollen,ist dieses System auch für den passionierten Wanderer geeignet. Wie beim Spot wird per GPS der Standort bestimmt und dieser dann per Satellit an eine Leitstelle weitergegeben. Und hier kommt der erste große Unterschied:Die Leitstelle vom Spot wird von einer Firma namens GEOS betrieben. So ganz blick ich da nicht durch,doch professionelles SAR ist,meiner Meinung nach,bei staatlichen oder ehrenamtlichen Organisationen (z.B. dieser) besser aufgehoben. Ob jetzt also ein A340 notwassert oder Du in den Wäldern verloren gehst:Der Notruf schlägt zunächst in der gleichen Leitstelle auf. Der zweite Unterschied liegt in der Technik. EPIRB sendet auf 406 MHz ein codiertes Notrufsignal mit Deiner Kennung und Deinen Positionsdaten. Sollte Dein GPS aus welchem Grund auch immer nicht funktionieren bist Du –im Gegensatz zum Spot –noch nicht gekniffen: Das System besteht aus sowohl geostationären Satelliten,die zunächst Dein Signal empfangen (aha! da hat einer ein Problem) als auch aus low-orbit Satelliten,die per Dopplereffekt grob (1-3 Seemeilen) Deine Position bestimmen können (oho! jetzt wissen wir auch wo der ist). Die Preise für diese Personal Locator Beacon (PLB) liegen für gewöhnlich bei 700 USD und mehr. Die Preise sind,obwohl es Sicherheitstechnik ist,aber enorm gefallen. Ein sehr gutes Gerät –McMurdo Fast Find 210 –ist ab 300 USD zu haben und damit auch in einen vernünftigen Rahmen eines Privatanwenders gerutscht.
Fazit Vor zwei Jahren waren solche Geräte einfach noch nicht verfügbar oder in einem Preisrahmen bei dem Du Dir als Privatanwender auch nicht Gedanken darüber machen musst so etwas anzuschaffen. Im Zuge der grassierenden Vollkaskomentalität sind jedoch brauchbare Produkte vorhanden. Spot oder PLB? Der Spot ist ein nettes Gadget,dass auch noch Notrufe kann. Wenn man das Ding primär als Ineraktionsmedium mit den Daheimgebliebenen nutzen möchte ist es sicher sinnvoll,doch nicht jeder möchte auf einem der Great Walks auf Schritt und Tritt überwacht werden. Die Notruffunktion ist aber nicht so ausgereift wie beim PLB. Den Spot1 würde ich dabei aber nicht kaufen. Es ist alte Technik,die demnächst abgelöst wird. Erste Shops haben den Spot2 schon im Angebot aber er ist heute noch nicht verfügbar. Ein PLB ist eine reine mobile Notrufsäule. Damit kannst Du auch nichts anderes machen. Wenn Du auf den Knopf drückst,startest Du eine ordentliche Rettungsmission. Das kann der kleine gelbe Kasten allerdings sehr gut. Das ist die Lösung für den fairen Plan B. Also:SAR ohne Search macht das Rescue einfacher P.S. –erfolgreiche PLB-Einsätze: Bergsteiger am Mt. Cook Wanderer im Grand Canyon Wanderer am Mt. Gilbert kleines Mädchen im MacKenzie Basin …jaja. Dir passiert das schon nicht. Na klar. Was macht man Mitte Mai in der Schweiz? Ja woher soll ich das denn wissen?!? Man könnte seinem Bruder zuhören,wie er über 2000m scheinbar völlig unmotiviert Kinderlieder singt (Arafi! Arafi! …) oder man könnte mit seinem anderen Bruder auf einer schweizer Schießbahn campen. Was man nicht alles könnte P.S.:Das mit dem Geotagging ist supereinfach –kann ich nur weiterempfehlen. …ich hab immer schöne Schuh! Ja wirklich! Vor ca. 10 Jahren hab ich mal meinen Cousin gefragt ob Hanwag eine gute Schuhwahl ist –er hat nur lapidar geantwortet “Ich hab meine Hanwag seit 14 Jahren und die sind noch gut.”Aha. Alleine dieser Satz von einem ich-war-schon-mal-auf-dem-McKinley-Bergsteiger hat mir gereicht mich anläßlich der Besteigung meines ersten Berges in den Alpen (Mont Blanc) für krasse Stiefel von Hanwag zu entscheiden. Aber weil ich so gerne in den Bergen bin,ist dann irgendwann die Sohle runtergelaufen. Doof. Und nu? Neu Besohlen lassen. Bei Hanwag. Sehr gut. Abgesehen vom Oberleder und den Schnürsenkeln hab ich nix mehr wiedererkannt und der Unterbau ist komplett neu (wie auf dem unteren Bild = die neue Vibram Alpin Sohle). Vorher:
Nachher:
 Gut so. Deutsche Wertarbeit *gg* einige Bilder <<>> unsortiert,ohne Zusammenhang aber gut.
 Der Mont Blanc in der Theorie Diesen Bericht hab ich mal aus Langeweile im ICE von München nach Guzbach und zurück geschrieben –nützliche Informationen sind hier eher nicht zu finden. Falls Ihr es durchlesen solltet,dann werdet Ihr am Ende feststellen,was wir für eine verpeilte Aktion auf’s Parkett gelegt haben. Mitgemacht haben übrigens Dirk S.,Stefan “Horni”,Peter “Pit” und ich –Philipp “Fuzzel”. Update:Der Bericht,jetzt in Form eines Blogs,findet sich hier D-Stadt hat uns wieder –nach einer ewigen Fahrt,bei welcher der ein oder andere noch fast hinterm Steuer eingeschlafen wäre und ewigen vielen Schlafpausen. Plan B ausgeführt –was ist jetzt mit Plan C? Naja,ganz einfach:Jetzt ist der höchste Berg Afrikas an der Reihe …aber das hat zumindest Peter mittlerweile erledigt. Plan B (fast) ausgeführt –wir sortieren kurz unser Zeug,spielen mit einer kleinen schwarzen Katze,die unser Ausrüstungschaos als Spielplatz betrachtete und schmeißen am Ende alles ins Auto und fahren los –die Katze springt in letzter Minute wieder aus dem Auto raus. Nach einer nicht enden wollenden Absteigerei durch die Französischen Wälder stellte sich wenige hundert Meter vor dem Auto noch einmal der Gebirgsbach in den Weg,der mittlerweile durch Schmelzwasser an Größe etwas zugelegt hatte. Etwas viel. Völlig ausgelaugt mit großen Rucksäcken war einfaches Rüberspringen völlig ausser Frage. Letztendlich bin ich vorgesprungen und dabei fast reingefallen. Mit einem Seil sind die anderen dann nachgesprungen:Sie haben anlauf genommen und in dem Moment wo sie losgesprungen sind hab ich an der anderen Seite gezogen. Es gibt elegantere Methoden einen Bach zu überqueren,aber die hie hat funktioniert. | |