Gut gemeint

Sie wird auch als morbideste Stadt der Welt bezeichnet, was nicht daran liegt dass sie regelmässig von Seuchen heimgesucht wird. Ganz im Gegenteil, denn die Bewohner scheinen kerngesund zu sein, zumindest körperlich. Ich hab mich schon immer gefragt welcher Ort so merkwürdige Menschen hervor bringt. Nicht dass Du mich hier falsch verstehst: Berlin bringt auch allerlei komische Geschöpfe an das Tageslicht und das ist auch gut so! Doch im Gegensatz zu Berlin – komisch hat nämlich immer etwas mit lustig zu tun – frag ich mich hier was das für einen Sinn macht. Natürlich gehört der Tod auch zum Leben dazu, aber wieso müssen die Wiener das so zelebrieren, also ob sie im tiefsten Torajaland aufgewachsen wären? Zur Einstimmung bin ich erst auf eine Bilderbuchbeerdigung gegangen – 4°C Bindfadenregen – und von da aus direkt in den Flieger. Das hat geholfen um die Stadt zu verstehen.

Es ist kein Geheimnis wenn ich Dir sage dass die Hessen im allgemeinen die Schweizer als liebenswürdig und die Österreicher als Minderwertigkeitskomplexbehaftet bezeichnen. Das verwundert auch nicht weiter wenn man diese Sichtweise von aussen betrachtet: Da schielt ein Hesse aus der Froschperspektive mit einem schönen Großbankenpanorama in die fast Nachbarstadt Zürich (Auto 3,5 h) und in die östliche Häuseransammlung hinter den sieben Bergen (Auto: 7h). Natürlich nehmen wir die Österreicher nicht ernst! Und der Rest der Welt macht das auch nicht! Da muss man doch merkwürdig werden. Und wenn man nichts kann und das auf hohem Niveau muss man sich eben auf Nischenfähigkeiten konzentrieren und da ist in Zentraleuropa die Morbidität sicher noch nicht besetzt gewesen.

Eine Frage drängt sich nun auf: “Was mach ich mit meinem Leben bis der Tod kommt?” Das muss hier nicht unbedingt der eigene sein. Schöne Prunkbauten aufstellen und dann so tun als ob man bei den Nazis nie mitgemacht hat? So in etwa. Das mit der schönen Stadt muss man den Wienern ja lassen: Schön ist es wirklich und es hat auch seine niedlichen Ecken. Ich hatte hier regelmässig das Gefühl inmitten der Onkologie eine Geburtstation gefunden zu haben. Als Schweizer, Bayer oder Deutscher muss man diese Stadt also nicht zu einhundert Prozent verstehen. Das kannst Du auch nicht. Es reicht von schöner Insel zu schöner Insel zu hoppen: z.B. von der Donauinsel zum kleinen Café. Je länger man in der Stadt lebt, wohnt, arbeitet und sich aufhält desto einfacher wird es diese Oasen zu entdecken. Der Weg zwischen den Inseln ist dabei aber so finster wie das Gemüt mancher Wiener. Dazu muss man wissen dass eine Minenkarte der Stadt an jeder Touristeninfo erhältlich ist: Der Stadtplan eben. Wien ist mit Tretminen flächendeckend verseucht. Das sind die Wiener allerdings auch selber Schuld. Ich hab noch nie eine Stadt gesehen in der so exzessiv Köter gehalten werden wie hier und die Auswirkungen sind weder übersehbar noch überriechbar. Womit sich das nächste Problem einstellt. Öffentlicher Personennahverkehr ist an und für sich nicht die schönste Art, um von A nach B zu kommen. Doch österreichischer ÖPNV setzt dem ganzen die Krone auf. Die U-Bahn Wagen sind so abgeranzte Drecksdinger und die Bahnhöfe in einem derart desolaten Zustand, dass man tatsächlich erhebliche Umwege in Kauf nimmt. Das macht aber nichts, denn in der Tram ist unter Umständen dir Luft besser und es riecht nicht ganz so schlimm nach nasser Hund. Liebe Wiener! Hunde gehören nicht in die Stadt!

Wenn Du also wie ich nicht unbedingt auf Berge angewiesen bist, dann kann für Dich ein Leben in Wien möglich sein. Auch ist es mir jetzt nicht mehr so ein Rätsel warum nicht alle Wiener so merkwürdig sind: Es scheint eine anständige Anzahl von Einheimischen zu geben, die sich ihrem genetisch prädestinierten Schicksal entziehen und genauso Inselhopping betreiben.

Unter dem Strich hat Wien etwas von Bern: Auf dem Papier ist es eine Hauptstadt und es versucht gleichzeitig eine Weltstadt zu sein. Leider können das andere deutlich besser. Im Fall von Bern ist das natürlich Zürich und hier? Naja … Prag, München oder Milano … such es Dir aus. Das macht aber auch nichts – Du kannst ja freundlich lächeln und den Wienern das Gefühl geben sie seien international. Die Qualitäten der Stadt liegen woanders und das ist den Wienern irgendwie selbst nicht so klar. Vielleicht wären die nicht so merkwürdig wenn die das mal merken.

Was freu ich mich wieder auf das Leben!
Fuzzel … auf dem Weg nach Frankfurt am Main.

Weekend in Vienna

Zapp, Zarap … Zarap, Zapp, Zapp

Nach Jahren in den Alpen war es endlich auch mal fällig ausserhalb dieser Boarden zu gehen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Schneeurlaub im Schwarzwald ist echt was Feines … leider ist das keine exklusive Idee was sich dann ganz klar an den Liftscchlangen niederschlägt. Unter dem Strich heisst das dann: wenn Schnee liegt, wenn kein Wochenende ist, wenn keine Ferien in BaWü sind und wenn man nur einen Tag fahren will dann kannst Du das machen. Ansonsten ist die Schweiz auch nicht mehr weit :o )

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

… und bald geht das alles wieder von vorne los. Bis auf die Snowboardsaison – die konnte ich schon letztes Wochenende starten (siehe facebook), wenn auch erst im dritten Anlauf.
Das Jahr 2008 war wild, wüst und unheimlich laut. So hab ich mir das echt nicht gedacht. Ich kann aber auch nicht mit Sicherheit sagen, dass es nicht so weitergeht – ich hoffe für Mrs. Orange dass dem nicht so ist, denn das würden ihre Nerven nicht mitmachen *gg*
Doch jetzt kommt erst der Winter und da bin ich traditionell zu ausgelastet, um anstrengend zu werden. Es mag für Dich eventuell nicht nachvollziehbar sein wenn manche Menschen mit goldenen Augen in den Nachthimmel starren und zusehen wie grosse Schneeflocken durch die kalte Stadtluft tanzen und ein riesiges Verkehrschaos auslösen. Doch es gibt diese Menschen. Der Winter ist manchen einfach die Wiege gelegt worden. Die verschäfte Variante dieser Spezies – und dazu zähle ich mich auch – freut sich sogar über ekelhaften Regen bis +5 °C … “Das kommt in den Bergen alles als Schnee runter!” Doch nun kommt erst das zauberhafte Jahr 2009 und das fängt hoffentlich mit viel Schnee an – genau vor 30 Jahren hat das schon einmal ganz gut geklappt!

Dann mal frohe Weihnachten an alle Winterkinder

aktueller Soundtrack

Nachbestellung

Ich denke es macht Sinn, dass ich Winterreifen bei Sixt nachbestellt hab ;) Was freu ich mich auf Zürich, Bern und welches Skigebiet auch immer!

Digitaler Selbstmord

Das schöne an den ganzen Netzwerkplattformen ist, dass man da nicht mitmachen muss. Manchmal tut man das aber dennoch. Aber auch dazu gibt’s ne Lösung: Aussteigen. Das ist nie so einfach – meistens muss man ne E-Mail an irgendwen schicken, also degeneriert man lieber das Profil zu einer Karteileiche. Auch nicht schlecht.


Ich bin | gelb? Naja zumindest nährungsweise
Ich bin nicht | blau. ok. meistens nicht.

Früher dachte ich | dass der Pabst JP2 heisst. Fertig.
Heute weiß ich | dass es auch B16 gibt.

Dieses Land braucht | mehr Mitdenker
Dieses Land braucht nicht | noch mehr Vollkaskopsychos

Hier mal ein Relikt, was es jetzt eben nicht mehr gibt. Datieren kannst Du das sicher auch.

Ask Orange

Drunter und drüber. Wer soll da noch klar denken können und wie soll ich das vor allem? Nicht verzagen. Orange fragen. Mach ich auch, denn anders geht’s wohl kaum. Alle Klarheiten beseitigt? Ja genau. So geht’s mir auch im Moment, aber das wird die Gute irgendwie schon ändern. Macht sie ja quasi schon seit acht Jahren.

Orange

Big Brother 2.0

Ist heute etwa Vollmond?

Nein natürlich nicht, denn morgen ist Neumond. Doch ich hab mir die Frage gerade wirklich stellen müssen, nachdem ich fünf Leuten innerhalb von zwanzig Minuten das Leben gerettet hab. Wie? Mit der Bremse. Drei Fußgänger meinten mir direkt vor die Haube springen zu müssen und zwei Velo Fahrer waren sehr bestimmt in dem vermutlichen Glauben, dass für sie links vor rechts gilt wenn sie kein Licht anmachen. Die haben das nicht alle auf einmal gemacht sondern schön mit wenigen Minuten und einigen hundert Metern Abstand. Bescheurt. Und nur für’s Protokoll: Ich hab mich wirklich an die jeweils gültige Geschwindikeitsbeschränkung gehalten, dennoch warens fünf Vollbremsungen mit ABS und Warnblinker (geht bei dem Auto bei einer starken Verzögerung automatisch an)

Lauter Idioten möchte man meinen und man würde Recht behalten.

… und was war sonst noch?
Klettern mit schönen Aussichten
Paddeln mit schöner Landschaft
und Velo fahren mit einem schönen Velo

Wer auf zwei Hasen zielt, ist die Mutter der Porzellankiste.

sprichwortrekombinator.de

Wir danken Frau S. aus B. für diesen höchstamüsanten Link … oder kam sie doch aus D.? … oder F.? … egal …

Mein lieber Freund und Kupferstecher

Was ist das denn? Mia? In Frankfurt? Für umme? Wieso steht davon nix im Internet? Zum Zeitpunkt der obigen Aufnahme hat sich miarockt.de komplett über den 17.7.08 ausgeschwiegen … hmmm … HMMMM! Das ist ja WELTFETT! Wenn Du Dir meinen letzten Post anschaust, dann bin ich offensichtlich dabei hellseherische Fähigkeiten zu entwickeln. Und ausserdem scheint das mit der Telepathie auch zu funktionieren, was Du daran sehen kannst, dass das Konzert auch sehr schnell in der Schweiz bekannt war. Sehr gut. Mit mehr Leuten auf ein Konzert gehen ist sowieso besser als alleine.

Blöd war natürlich, dass die Brezeln am Anfang nicht fertig und später aus waren. Doch das waren dann auch schon die die größten Probleme. Naja nicht ganz. Das Konzert ging früh los, war logischerweise früh zuende (10 Uhr) und deshalb konnte man danach noch Sushi essen und in Sachsenhausen um die Häuser ziehen. Ich glaube das hat meine Produktivität am Freitag etwas reduziert ;)

Ich kann eben nicht alles haben. Oder etwa doch?

Mia – Mein Freund